Heileurythmie

Der Leib erklingt, wenn die Seele singt! Die Eurythmie ist eine Bewegungskunst, die in drei Bereichen ihre Wirkung entfaltet: In der künstlerischen Eurythmie auf der Bühne; in der pädagogischen Eurythmie in Waldorf-Kindergärten und Waldorf-Schulen und in der Heileurythmie, die vom Arzt verordnet wird.

Die Eurythmie bildet den Körper mit den in ihm veranlagten Bewegungsmöglichkeiten zu einem Instrument, in dem sich die Seele besser eingliedern kann. Sie hat die vielfältigen Bewegungsformen von Sprache und Musik zur Grundlage und ergreift den ganzen Menschen. Die Eurythmie fördert in jeder Altersstufe die leibliche und seelische Entwicklung, die Geschicklichkeit, die sozialen Fähigkeiten und die geistige Regsamkeit. Sie hilft dem Kind, Seele und Leib aufeinander einzustimmen. Damit ist die Eurythmie viel mehr als bloße Gymnastik.

Eine spezielle Form der Eurythmie ist die Heileurythmie. Dabei bekommt jedes Kind seine eigenen Übungen. Einzelne Laute, Töne, Rhythmen usw. werden ausgeführt. Die Wiederholung kommt als heilendes Element hinzu. Die eurythmischen Bewegungsformen wirken auf das Kind und helfen ihm, sich in rechter Weise in seinem «Leibeshaus» besser zu beheimaten.